aktuelle
Termine KJV

 

Mentoring

 

 

 

 

Freien-Treffen (22. Juli 2010)
Gespräch zur Zukunft der Zeitung (3. März 2010)
Brüssel-Tour (28. Oktober 2009)
Links zum Besuch der MVA (September 2009)
Hintergrundgespräch mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz (Januar 2009)
Trauma und Journalismus (November 2008)
Fachgespräch "Über Rechte berichten" (September 2008, keine KJV-Veranstaltung)
Nachrichtenjournalismus (Februar 2008)
Online-Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung (Oktober 2007)
NRW-Medienstaatssekretär Thomas Kemper (Januar 2006)

Ältere Berichte von KJV-Veranstaltungen: 

"Über Rechte berichten"  
Im Vorfeld des "Kongresses" von Pro Köln (19.-21. September 2008 drehte sich die Titelgeschichte von JOURNAL 4/08 um die Fragen, wie Medien mit Rechten umgehen (Auf dem rechten Auge wach. Vom Umgang der Medien mit dem braunen Rand). Ergänzend zum Thema war ein Kollegengespräch am 16. November geplant. Sie wurde abgesagt, als eine ähnliche Veranstaltung eine Woche vorher beworben wurde (organisiert von Ulli Schauen, finanziell unterstützt von ver.di Köln und der dju Köln).
Die KJV hat statt dessen auch für den 8. September 2008 zum (nicht von ihr organisierten) Fachgespräch "Über Rechte berichten" eingeladen. Daran nahmen rund 30 Kolleginnen und Kollegen teil, davon etwa die Hälfte von der KJV. 
Nach der Begrüßung durch Organisator Ulli Schauen sprachen  Alexander Häusler (Forschungsstelle Rechtsextremismus und Neonazismus an der FH Düsseldorf), Joachim Frank (stellv. Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeiger) und Rosie Goldsmith (Reporterin BBC Radio 4, Crossing Continents, die ein Feature zur NPD in Ostdeutschland gemacht hat).
Nach den jeweils längeren Statements folgte eine Diskussionsrunde. Dr. Frank Überall (KJV-Vorstand) und Grit Eggerichs, die ebenfalls als freie Rundfunkjournalisten über Rechte berichten, ergänzten die Ausführungen.
Fazit: Wenn Medien die Aktionen der Rechten verschweigen, nutzt denen das mehr als wenn (kritisch) über sie berichtet wird. Mit dem Plädoyer der BBC-Reporterin Rosie Goldsmith, rechte Parteien und Gruppierungen wie jegliche anderen Organisationen zu behandeln, taten sich die meisten Anwesenden allerdings schwer. 

 

Wohin entwickelt sich der Nachrichtenjournalismus? (Gespräch mit Jörg Schönenborn am 19.2.08)
Der Nachrichtenjournalismus im Fernsehen verändert sich, weil viele Zuschauer offensichtlich andere Erwartungen entwickeln. Vor allem bei Jüngeren ist das „buntere“ Format RTL aktuell beliebt, das im vergangenen Jahr den Deutschen Fernsehpreis als „beste Informationssendung“ verliehen bekam. Die ARD-Tagesthemen kämpfen nicht nur wegen wechselnder Anfangszeiten um Zuschauer, und die Tagesschau musste sich zuletzt im Dezember nach einer Umfrage vorhalten lassen, dass viele Zuschauer die präsentierten Nachrichten nicht verstehen. 
Jörg Schönenborn, Chefredakteur des WDR-Fernsehens, stellte sich am 19. Februar im Anschluss an die KJV-Mitgliederversammlung der Diskussion mit rund 60  Kolleginnen und Kollegen und verriet, warum Nachrichten in der ARD ein schwieriges Geschäft sind und welche Überlegungen es für die nähere Zukunft gibt. Einen Bericht dazu finden Sie im JOURNAL 2-08 (erscheint Ende März/Anfang April)


Links zum Thema:
Studie zur Verständlichkeit der Tagesschau:
Keiner versteht die "Tagesschau" (Spiegel Online)
Die Deutschen verstehen die "Tagesschau" nicht (DWDL)
Nicht mehr ohne Lexikon (Focus)

Tagesthemen
ARD-"Tagesthemen" sollen sich stärker von "Tagesschau" absetzen (Spiegel Online)
Verschnupft in der Nachrichtenfabrik (Zeit)
ARD-Chefredakteure diskutieren Qualität der "Tagesthemen" (epd Medien)

30. Geburtstag von Tagesthemen und heute journal:
Sie erklären uns die Welt (KStA)
Die Erklärung der Welt (taz)
Ungleiche Geschwister mit Potenzial (FR)
Wer macht die besten Nachrichten im Land? (Welt)
Wer sieht noch die „Tagesthemen“? (FAZ)

Nachrichtensendungen und Altergruppen:
Je älter, desto ZDF (Tagesspiegel)
ARD und RTL ringen um die Nachrichten-Führung
(Werben und Verkaufen)
Die Tagesthemen und das Problem der Nachrichten (Welt)

 

 

Im Visier: Online-Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung
Der KJV-Stammtisch im Oktober drehte sich um das Thema Vorratsdatenspeicherung. Referent war der Kölner Rechtsanwalt Dominik Boecker, sich im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung engagiert.
Unter dem Motto "Abwehr von Terrorgefahren" verfolgt die Bundesregierung derzeit zwei Vorhaben, die auf die Arbeit von Journalisten einen erheblichen Einfluss haben werden: Die so genannte Online-Durchsuchung soll Sicherheitsbehörden den heimlichen Zugriff auf Rechner von Verdächtigen erlauben. In NRW ist dies bereits erlaubt, das nordrhein-westfälische Verfassungsschutzgesetz wurde aber nach einer Klage (u.a. des ehemaligen Bundesinnenministers Gerhart Baum) am 10. Oktober 2007 vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt. Das Gericht hat angekündigt, eine Grundsatzentscheidung zu treffen. Beobachter gehen davon aus, dass das NRW-Gesetz keinen Bestand haben wird.
Noch sehr viel weiter gehen allerdings die Pläne zur so genannten Vorratsdatenspeicherung, dies sich keineswegs auf "Verdächtige" beschränkt: Nach Plänen der Regierungskoalition sollen ab 2008 alle (also auch Ihre und meine...) Verbindungsdaten von Telefon, Fax, Handy oder E-Mail sechs Monate lang gespeichert werden. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden.
Der Informantenschutz, ein wesentliches Instrument, um investigativen Journalismus überhaupt zu gewährleisten, wäre damit zu Teilen hinfällig - etwa, wenn ein Journalist wegen der Beihilfe zum Geheimnisverrat ins Visier der Strafverfolgungsbehörden gerät.
Auch die anderen Berufsgruppen, für die eigentlich ein besonderer Vertrauensschutz gilt (z.B. Anwälte), wären von dieser Regelung in ihrer Berufsausübung erheblich betroffen. Darüber hinaus berührt das Gesetzesvorhaben, mit dem eine EU-Richtlinie umgesetzt werden soll, aber auch die Bürgerrechte jedes Einzelnen. Verschiedene Gruppen haben deshalb entschiedenen Widerstand gegen das Gesetz angekündigt. Eine erste große Demo fand am 22. September in Berlin statt - mit 15.000 Teilnehmern. Für die kommenden Wochen sind weitere Aktionen geplant. Außerdem ist eine Verfassungsbeschwerde in Vorbereitung, der man sich
anschließen kann. 
A
lles weitere auf den Seiten des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung

 

NRW-Medienstaatssekretär Thomas Kemper: Medienpolitik in NRW
Über den Stellenwert der Medienpolitik für die neue NRW-Landesregierung haben wir den Medienstaatssekretär Thomas Kemper (CDU) am 30. Januar 2006, 20 Uhr im Deutschlandfunk befragt. Hier ein Beitrag aus dem JOURNAL 1/06.