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Kurze Berichte von KJV-Veranstaltungen: •
Freien-Treffen (22. Juli 2010)
• Gespräch
zur Zukunft der Zeitung
(3. März 2010)
• Brüssel-Tour (28. Oktober
2009)
• Links zum Besuch der
MVA (September 2009)
•
Hintergrundgespräch mit dem Präsidenten des Bundesamtes für
Verfassungsschutz (Januar 2009)
• Trauma und Journalismus
(November 2008)
• Fachgespräch
"Über Rechte berichten" (September 2008, keine
KJV-Veranstaltung)
• Nachrichtenjournalismus
(Februar 2008)
•
Online-Durchsuchung
und Vorratsdatenspeicherung (Oktober 2007)
•
NRW-Medienstaatssekretär
Thomas Kemper (Januar 2006)
•
Freien-Treffen (22. Juli 2010)
Noch tun sich die Verleger schwer damit, die Gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie an Tageszeitungen umzusetzen, die seit
Februar 2010 gelten. Vviele Freie sind unsicher, wie sie das bei ihrem Verlag am besten geltend machen können. Erste positive Erfahrungen gibt es damit, dass Freie sich an ihren Blättern zusammenschließen, um die Ansprüchen gemeinsam anzumelden.
Am 22. Juli hat die KJV ein Freien-Treffen veranstaltet, um darüber zu informieren, was die Vergütungsregeln für die hauptberuflichen Freie an Tageszeitungen
bedeuten und wie ein gemeinsames Vorgehen aussehen könnte. Gast war die Landesgeschäftsführerin Dr. Anja Zimmer.
Der Erfahrungsaustausch am Beginn des Abends hat gezeigt, dass die derzeit gezahlten Honorare so niedrig sind, dass sie auf Dauer keine akzeptable Geschäftsgrundlage sein können. Aus den Berichten der Anwesenden war auch erkennbar, dass sowohl die Kölsche Rundschau als auch der Kölner Stadt-Anzeiger zumindest eine grundsätzliche Bereitschaft haben erkennen lassen, die Vergütungsregeln künftig anzuwenden.
Wer sich mit den derzeitigen Aktiven bei den beiden Kölner Zeitungshäusern vernetzen will, schreibt eine Mail an
freie-in-koeln(at) gmx.de. Die KJV-Vorsitzende leitet das dann an die jeweilige Gruppe weiter.
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Mitgliederversammlung/Gespräch
über die Zukunft der Lokalzeitungen
(3. März 2010)
„Nachrichten aus der großen und der kleinen Welt: Welche Rolle spielen Mantel und Lokales für Lokal- und Regionalzeitungen?“ Das fragte die Kölner Journalisten-Vereinigung im Anschluss an ihre Mitgliederversammlung und hatte dazu einen prominenten Gesprächspartner eingeladen.
Regionalzeitungen werden es zunehmend schwer haben, sich mit überregionalen Inhalten zu profilieren. Deswegen muss man das Lokale und Regionale auf lange Sicht stärken. Davon zeigte sich Helmut Heinen, Herausgeber der Kölnischen Rundschau und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), als Gast der Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) überzeugt. Andererseits könne man das, was außerhalb der Region passiert, auch nicht einfach weglassen: „Für 90 oder 85 Prozent unserer Leser sind wir das einzige Blatt. Wir müssen also eine Art Grundversorgung liefern, die über die Tagesschau hinausgeht.“
Dass die Entscheidung, den Mantel der Kölnischen Rundschau vom Bonner General-Anzeiger zuliefern zu lassen, schweirig sei, räumte Heinen im Gespräch mit dem stellvertretenden KJV-Vorsitzenden Frank Überall ein: „Wir haben damit Abschied von der Krone der Schöpfung genommen – der Politikberichterstattung.“ Die Umstellung werde nach und nach vollzogen.
Darüber hinaus bezieht die Rundschau seit 1. März die Texte für das Ressort Magazin mit Themen wie Lifestyle und Service vom Kölner Stadt-Anzeiger – „eine attraktive Lösung“, so Heinen.
Zu Sparmaßnahmen sieht der Verlegerpräsident wohl keine Alternativen, wie die Erläuterungen zum Thema Reporterpools deutlich machten: Solche Modelle seien die Zukunft, und ein Redaktionspool, wie der Verlag M. DuMont Schauberg ihn jetzt einrichte, sei auch nichts anderes „als eine stark erweiterte Parlamentsredaktion“.
An der Zukunft der Regionalzeitung ließ Heinen keinen Zweifel aufkommen: Zwar sei es fraglich, ob man in dreißig Jahren noch Maschinen für den Zeitungsdruck aufstellen könne. Aber schon jetzt sei absehbar, dass elektronische Displays in einigen Jahren die wesentlichen Funktionen der Zeitung übernehmen könnten. Allerdings bräuchten die Zeitungsverlage jetzt gute Gestaltungsmöglichkeiten. Die Medienpolitik habe das ja verstanden. „Aber sobald andere Politikbereiche reinkommen, haben die Medienpolitiker leider nichts mehr zu sagen.“
(JOURNAL 2/10, gekürzte Fassung)
Einige
Links zum Thema
Zukunft der Tageszeitung
++Die
Rolle des Lokalen für die Tageszeitung
Tageszeitungen sind lokaler Anker in der digitalen Welt,
PM des BDZV zum 18. Forum Lokaljournalismus in Dortmund (BDZV,
19.2.2010)
Lokaljournalismus: Stirbt das Lokale? und
Unsere Leser wollen Qualität (Journal des DJV-NRW 1/2010)
Nähe
erwünscht: Die moderne Leserforschung zeigt: Zeitungsleser und
Online-User bevorzugen News aus ihrer Alltagswelt. (Message
1/2010 - in der Printausgabe auch weitere Beiträge zum Thema
Lokaljournalimus)
Dienstfahrt mit Dirk
Ippen: "Die Deutschen ziehen ungern um"
(Welt am Sonntag, 7.12.2008)
Handwerk der Vielkönner: Gespräch über die Qualität von Lokalzeitungen und über zukunftsweisende Projekte
(drehscheibe der Bundeszentrale für politische Bildung, undatiert)
++Zur
Krise der Tageszeitungen
Was kosten die Nachrichten? Wie Zeitungen im digitalen Zeitalter überleben wollen
(WDR Töne, Texte, Bilder, 2.1.2010)
Deutschland
entblättert: 2009 war ein besonderes Jahr für die Printmedien (ZEIT,
30.11.2009)
Begrenzter Journalismus: Was beeinflusst die Entfaltung des Qualitätsjournalismus
(Dossier zum Mainzer Mediendisput 9./19.11.2009)
Lese-Frust:
Mangelnde Auswahl bei den Lokalzeitungen im Nordosten (Zapp vom
11.2.2009)
Suche nach einem neuen Geschäftsmodell: Deutschlands Tageszeitungen in der Krise
(Deutschlandfunk, 23.2.2009)
++Lokalzeitungen
& Online
Personalisierte News: Internet-Ausdrucker wollen die Zeitung retten
(Projekt niiu) (Spiegel
Online, 24.2.2010)
Unterm Lindenbaum: Wie
Twitter, Facebook und Co. die Lokalzeitung retten können (9.2.2010)
Die Zeitung für selektive Leseratten: Zwei Jungunternehmer mischen sich ins Mediengeschäft ein
(Projekt niiu) (Neue Zürcher Zeitung, 8.1.2010)
Gegen
den Bratwurstjournalismus: Das Heddesheimblog macht den Lokalzeitungen
Konkurrenz (Berliner Zeitung, 31.12.2009)
"Kämpf’ nicht gegen
Google!": Zeitungsverleger Dirk Ippen will für eigene Online-Formate vom Internet-Riesen lernen
(Tagesspiegel. 11.10.2009)
Das Netz vor Ort: Tageszeitungen suchen Erfolg mit lokalen Online-Auftritten - Medienzar Rupert Murdoch geht voran
(Frankfurter Rundschau, 18.3.2009)
• Brüssel-Tour Praxisfahrt in die Schaltzentrale der Europäischen Union am 28. Oktober 2009
Wie funktioniert Europa? Wer fungiert in Europa? Warum
muss Europa als Einheit funktionieren? Am 28.10.2009 konnten sich
Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter bei einer eintägigen Brüsselfahrt rund um die EU
informieren – und Europa so aus neuen Blickwinkeln betrachten. Die
Veranstalter dieser Reise durch den „Brüsseler Dschungel“ waren das
Informationszentrum Europa in Köln, Media Res GbR und die
Kölner Journalisten-Vereinigung.
Hier die wichtigsten Dokumente:
• Flyer mit Programm
(aktualisierte Fassung vom 25. September)
• Institutionen
o ARD Studio Brüssel
o AVE
o NRW
Landesvertretung Brüssel
o Europäische
Kommission
o Europäisches
Parlament
o Europäischer Rat
• Referenten
(aktualisierte Fassung vom 16. September)
•
Links zur Vorbereitung:
o http://www.se2009.eu/en/the_presidency/about_the_eu/transport_telecommunications_and_energy
o http://ec.europa.eu/dgs/energy_transport/index_en.htm
o http://ec.europa.eu/energy/strategies/2008/2008_01_climate_change_en.htm
o http://europa.eu/press_room/index_en.htm
o http://www.consilium.europa.eu/showPage.aspx?id=380&lang=en
o
http://www.europarl.europa.eu/news/expert/freetext_page_press/20050818FTX00266-1203/default_p001c004_en.htm
o http://www.mbem.nrw.de/
o http://www.axel-voss-europa.de/
• Links zum Besuch der MVA (September 2009)
Weil der große Skandal mit der Müllverbrennungsanlage (MVA) Köln
schon länger her ist, hier
noch mal ein paar Links zum Thema. Bei unserem Besuch wird es aber nicht
vorrangig um den Skandal gehen. Wir werden mit den Verantwortlichen darüber sprechen, wie sich die Abfallwirtschaft am Beispiel Köln weiter entwickelt hat – vom Sammelsystem bis zur Verwertung und Entsorgung – und wie sie gegen ihr Negativ-Image kämpft. Geschichten
der AVG (Selbstdarstellung) Auf
der Dokumentationsseite antageslicht.de: Chronologie
zum Müllskanal (1982 bis 2006) Sprungstelle
zu mehreren Texten Veröffentlichungen
(die aktuellen vorne) Zehn Jahre Kölner Müllverbrennungsanlage: Jubiläum eines Skandals
(Frank Überall, WDR-Online 26.2.08) Das Feuer lodert weiter: Stunk um den Italien-Müll
(Frank Überall, Stadtrevue 6/08) SPD-Spendenaffäre: Wie der Kölsche Klüngel seine Unschuld verlor
(Bernd Imgrund, Stadtrevue 2/03 Unendlich
gefräßig: Eine Zwischenbilanz des Kölner Müllskandals
(Werner Rügemer, LBU Niedersachsen Oktober 2002) "Da
kriegen wir aber die Hälfte" - Der Müll und die Millionen:
Schmiergeld-Affäre um die Kölner SPD
(Georg Bönisch, Spiegel März 2002)
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Hintergrundgespräch mit dem Präsidenten des Bundesamtes für
Verfassungsschutz
Auch wenn das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Köln sitzt, direkte Berührungspunkte haben die wenigsten Kölner Journalistinnen und Journalisten damit. Die Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) hatte deshalb im letzten Quartal 2008 angefragt, ob das BfV für den ersten „Stammtisch“ im neuen Jahr einen Referenten stellen könnte.
Erfreulicherweise erklärte sich Heinz Fromm, der Präsident des Amtes, zu einem Hintergrundgespräch mit den KJV-Kolleginnen und -Kollegen bereit. Die Gelegenheit, den 61-jährigen Juristen außerhalb einer Pressekonferenz zu befragen, ließ die Anmeldeliste schnell an ihre Grenzen stoßen. Die KJV musste die Teilnahme auf 45 Mitglieder begrenzen, weil der gebuchte Raum im Kolpinghaus nicht mehr fasste. Umso verblüffender, dass der mehrfach erbetene größere Raum an dem Abend dann – ohne vorherige Ankündigung – doch zur Verfügung stand.
Um das Hintergrundgespräch unter Moderation des Stammtisch-Organisators Klaus Harke thematisch einzugrenzen, hatte die KJV dem BfV vorab einige Fragen übermittelt: Wie haben sich die Aufgaben und Anforderungen des Amtes in den vergangenen Jahren verändert? Wie konkret ist die Terrorismusgefahr in Deutschland? Welche Entwicklungen gibt es bei Rechts- und Linksextremismus? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den anderen Diensten?
Zu Beginn erläuterte Fromm kurz die rechtlichen Grundlagen und gab ein kurzes Statement zu den einzelnen Arbeitsfeldern des Verfassungsschutzes (Rechts- und Linksextremismus, Ausländerextremismus, Islamismus und islamistischer Terrorismus, Spionageabwehr, Geheim- und Sabotageschutz und Beobachtung von Scientology, mehr dazu unter
www.verfassungsschutz.de). Dabei wurde deutlich, dass sich die Prioritäten seit dem Ende des kalten Krieges verschoben haben. Unter anderem wurde eine Abteilung für islamistischen Extremismus und islamistischen Terrorismus eingerichtet.
Im Anschluss antwortete Fromm ausführlich auf Fragen. Das Interesse der Kollegen biss sich dabei direkt am Thema Islamismus und islamistischer Terror fest –
mit kleinren Schlenkern in allgemeine Bereich, etwa zu Onlinedurchsuchungen und dem für Journalisten besonders wichtigen Informantenschutz.
Für die weiteren Bereiche blieb keine keine Zeit mehr. Zumal das zweite Feld, das die Kollegen besonders interessierte, der
Rechtsextremismus mit Fragen wie einem möglichen NPD-Verbot, vermutlich einen weiteren Abend erfordern würde.
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